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Pressemitteilungen des Verwaltungsgerichts Magdeburg

(VG-MD) Kein Anspruch von Fortsetzung von Beförderungsverfahren bei Abbruch aus sachlichem Grund

02.06.2017, Magdeburg – 10

  • Verwaltungsgericht Magdeburg

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Anfang

Januar brach die Polizeidirektion Sachsen-Anhalt Nord mehrere

Beförderungsverfahren aus dem Jahr 2016 ab, weil die ihr für Beförderungen zur

Verfügung gestellten Haushaltsmittel zum 31.12.2016 verfallen seien. Hiergegen

beantragte ein Beförderungsbewerber, die Polizeidirektion im Wege der

einstweiligen Anordnung zur Fortsetzung des Beförderungsverfahrens zu verpflichten.

 

 

Die 5. Kammer des

Verwaltungsgerichts Magdeburg hat den Antrag abgelehnt. Der Dienstherr sei

rechtlich nicht gehindert, ein eingeleitetes Stellenbesetzungsverfahren

jederzeit zu beenden und von einer ursprünglich geplanten Ernennung bzw. Beförderung

abzusehen, wenn dies sachlich gerechtfertigt ist. Das Fehlen von

Haushaltsmitteln zur Durchführung von Beförderungen stelle einen sachlichen

Grund dar. Die Landeshaushaltsordnung des Landes Sachsen-Anhalt sehe u. a. vor,

dass Ausgaben nur bis zum Ende des Haushaltsjahres geleistet oder in Anspruch

genommen werden dürften. Aus Haushaltsmitteln für das Jahr 2016 zu

finanzierende Beförderungen wären grundsätzlich noch im Dezember 2016

vorzunehmen gewesen. Die Landeshaushaltsordnung sehe zwar die Möglichkeit vor,

bei übertragbaren Ausgaben mit Einwilligung des Ministeriums der Finanzen

Ausgabereste zu bilden, die für die jeweilige Zweckbestimmung über das

Haushaltsjahr hinaus verfügbar bleiben. Eine solche Einwilligung habe das

Ministerium der Finanzen jedoch ausdrücklich versagt. Daher stünden die für

Beförderungen im Jahr 2016 bereit gestellten Haushaltsmittel nicht mehr zur

Verfügung.

 

 

 

Gegen diese Entscheidung kann Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt eingelegt werden.Aktenzeichen: 5 B 169/17 MD - Beschluss vom 23.05.2017

 

 

 

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